Wenn Beziehungen festgefahren sind — durch Klärung gemeinsam zurück ins Gespräch kommen
Du bist interessiert an einer Mediation im organisationalen Bereich?
Für wen ist diese Mediation?
Du erkennst dich in einer dieser Situationen wieder:
- Konflikte mit deinem Partner / deiner Partnerin: Ihr redet aneinander vorbei, verletzt euch wiederholt oder schweigt euch an. Ihr wollt die Beziehung retten, wisst aber nicht wie.
- Konflikte mit erwachsenen Kindern oder Eltern: Alte Verletzungen stehen zwischen euch, wichtige Themen werden nicht angesprochen, das Verhältnis ist kühl oder abgebrochen.
- Geschwisterkonflikte: Besonders bei Erbschaften, Pflegeverantwortung für Eltern oder unterschiedlichen Vorstellungen über Familienbesitz entstehen Konflikte, die die ganze Familie belasten.
- Konflikte mit Freunden, Nachbarn oder WG-Mitbewohnern: Was mal gut war, ist eskaliert — und ihr findet alleine nicht zurück zu einem respektvollen Miteinander.
- Konflikte in Gruppen: Es war mal schön, kreativ und verbindend in deiner Band oder in deinem Verein und nun hakt‘s und es wird hässlich?
Wann ist Mediation sinnvoll?
Mediation ist oft hilfreich, wenn:
- Gespräche immer wieder im Streit oder eisigem Schweigen enden
- Verletzungen passiert sind, die ihr alleine nicht heilen könnt
- Ihr beide (oder alle Beteiligten) die Beziehung retten wollt, aber nicht wisst wie
- Faule Kompromisse zu neuem Verdruss führen
- Wichtige Entscheidungen getroffen werden müssen (Trennung, Erbschaft, Pflege), aber ihr euch nicht einigen könnt
- Du spürst: „So kann es nicht weitergehen — aber ich weiß nicht, wie es anders gehen soll“
Was Mediation dir bringt
Ich verspreche keine Harmonie und keine einfachen Lösungen.
Ich sichere dir jedoch größere Klarheit zu:
- Du verstehst besser, wie die andere Person die Situation sieht — nicht nur deine eigene Perspektive
- Ihr entwickelt verbindliche Vereinbarungen, die für beide tragbar sind — keine faulen Kompromisse, die in drei Wochen wieder kippen
- Ihr sprecht aus, was bisher ungesagt blieb — in einem geschützten Rahmen, in dem beide gehört werden
- Ihr entscheidet selbst, wie es weitergeht — ich gebe euch keine Lösung vor, sondern begleite euch dabei, eure eigene zu finden
- Ihr lernt, wie ihr zukünftig mit Spannungen umgehen könnt — damit der nächste Konflikt nicht wieder eskaliert
Diese Klarheit bildet die Grundlage für belastbare und dadurch nachhaltige Vereinbarungen.
Klärung mit Tiefgang: meine Arbeitsweise
Ich schaue nicht nur auf das, was an der Oberfläche sichtbar ist. Ich schaue auf Muster und Dynamiken: Was wiederholt sich? Welche unbewussten Prozesse laufen ab? Was wird nicht ausgesprochen, wirkt aber trotzdem?
Ich arbeite allparteilich — ich nehme keine Partei, aber ich nehme alle Perspektiven ernst.
Ich arbeite klärend, nicht schonend — Klarheit kann wehtun, aber sie macht handlungsfähig. „Weichspülen” und vorsichtiges Drumherumreden führen nur dazu, dass der Konflikt in anderer Form wieder aufbricht.
Ich arbeite mit Humor und Ernsthaftigkeit — beides hat seinen Platz in der Klärung.
Und nicht zuletzt bringe ich mein Wissen als Familientherapeutin und erfahrene Mediatorin und Klärungshelferin ein um euch gut bei eurer Beziehungsklärung zu unterstützen.
Ablauf einer Mediation
1. Kurzes Vorgespräch (ca. 15 Min, kostenlos)
Wir lernen uns telefonisch kennen, du schilderst die Situation grob, ich beantworte deine ersten Fragen. Wir steigen hier nicht inhaltlich ein, sondern klären die Formalitäten, damit du mit diesen Infos auch die anderen Parteien informieren kannst (falls sie nicht bereits dabei sind).
Bei diesem Gespräch können also auch gerne bereits alle Konfliktparteien dabei sein. Alternativ verabreden wir uns danach zu einem längeren (honorierten) gemeinsamen Gespräch um die genauen Bedingungen für eine gemeinsame Mediation mit allen Parteien zu klären.
2. eventuell: Einzelgespräche mit allen Beteiligten (je ca. 60 Min)
Manchmal führe ich vor oder während einer Mediation Einzelgespräche. Dies ist oft nicht notwendig, mitunter allerdings hilfreich, wenn es sonst keine Bereitschaft gibt oder Gespräche so festgefahren sind, dass der direkte Austausch gerade nicht weiterführt.
Diese Gespräche sind vertraulich — ich gebe nichts weiter, was du mir nicht explizit erlaubst weiterzugeben.
Einzelgespräche führe ich nicht immer. Ob dies für euch sinnvoll ist, klären wir im Vorgespräch.
3. Mediationssitzungen (intensiv oder Prinzip „Perlenkette“ mit mehreren kürzeren Sitzungen)
Hier arbeiten wir gemeinsam:
- Was ist passiert? Wie sieht jede:r die Situation?
- Welche Bedürfnisse, Verletzungen und Sorgen stehen dahinter?
- Was braucht es, damit die Beziehung wieder funktioniert — oder damit ihr euch in Frieden trennen könnt?
- Welche konkreten Vereinbarungen treffen wir?
Wir klären vorher gemeinsam wie wir miteinander arbeiten wollen. Häufig ist es sinnvoll, sich intensiv miteinander auseinanderzusetzen um an „die Kerne“ zu gelangen. Hierfür plane ich z. B. bei zwei Personen 2 x 4 Stunden an zwei aufeinanderfolgenden Tagen und bei vier Personen 2 x 6 Stunden.
Es kann allerdings auch sinnvoll sein, mehrere kürzere Termine zu wählen, also z. B. 3-6 Sitzungen à 2 Stunden (Prinzip Perlenkette). Dies ist gerade bei online-Mediationen mitunter etwas entspannter um gut in der Konzentration zu bleiben.
4. Nachgespräch (optional, nach 4-8 Wochen)
Wir schauen gemeinsam: Was funktioniert? Wo hakt es noch? Was muss nachjustiert werden?
Wer muss dabei sein?
Das hängt vom Konflikt und seinem Kontext ab. Hier nur ein paar grobe Ideen:
Bei Paarkonflikten: Beide Partner:innen
Bei Familienkonflikten: Alle direkt Betroffenen. Beispiel: Wenn es um die Pflege der Eltern geht, sollten alle Geschwister dabei sein, nicht nur zwei. Systemisch gesehen entstehen Konflikte in Systemen (hier: der Familie) und sollten auch systemisch geklärt werden.
Gleichwohl: Wenn jedoch z. B. ein Bruder partout nicht bereit ist, an den Gesprächen teilzunehmen, können wir beratschlagen, wie Klärungsgespräche auch ohne ihn für euch nützlich sein können.
Bei Generationenkonflikten: Manchmal nur zwei Personen (z.B. Vater und Sohn), manchmal die ganze Familie — je nachdem, wer direkt beteiligt ist.
Bei Bands: alle festen Bandmitglieder — und ggf. weitere Personen, mit denen es ebenfalls Klärungsbedarf
Wir klären im Vorgespräch gemeinsam, wer dabei sein sollte. Und manchmal darf sich das auch im Laufe einer Mediation entwickeln.
Ein Beispiel aus meiner Praxis
Mediation zwischen Vater und Sohn
Ein erwachsener Sohn und sein Vater hatten jahrelang kaum Kontakt. Alte Verletzungen, unausgesprochene Vorwürfe und unterschiedliche Erwartungen standen zwischen ihnen.
In der Mediation konnten beide aussprechen, was bisher ungesagt geblieben war. Der Sohn konnte seinem Vater sagen, was ihn verletzt hatte. Der Vater konnte erklären, warum er damals so gehandelt hatte — ohne sich zu rechtfertigen, sondern um verstanden zu werden.
Am Ende stand nicht „Harmonie“, aber Klarheit: Beide verstanden, wie der andere die Vergangenheit erlebt hatte. Und beide konnten entscheiden, wie sie zukünftig miteinander umgehen wollen.
Kosten
Vorgespräch: Je 15 Min (kostenfrei)
Einzelgespräche: Je 160 Euro/60 Min (brutto)
Mediationssitzungen: 160-200 Euro/60 Min (brutto)
Nachgespräch (optional nach Intensiv-Klärung): kostenfrei
Ihr teilt die Kosten unter euch auf — wie, entscheidet ihr selbst.
Bereit für Klarheit?
Bist du interessiert an einem Gespräch?
Buche hier dein kostenfreies Vorgespräch, damit wir klären, wie ich dich bzw. euch am Besten unterstützen kann.
Was meine Klient:innen sagen
Familienmediation
Liebe Frau Kikisch, vielen Dank für Ihre einfühlsame, ehrliche und konstruktive Mediation. Aus einer scheinbar ausweglosen Situation sind wir gestärkt und mit klarem Kopf hervorgegangen. Wir hätten dies niemals für möglich gehalten und möchten Ihnen von Herzen für Ihre wertvolle Arbeit danken.
N.N.
Familienmediation
Wir haben gemerkt, dass wir alleine nicht mehr weiterkommen, und uns entschieden, Unterstützung durch Frau Kikisch in Anspruch zu nehmen. Es war nicht immer einfach, aber es hat uns geholfen, endlich über viele Dinge zu sprechen, die lange unausgesprochen zwischen uns standen. Heute sind wir froh, diesen Schritt gegangen zu sein. Unsere Kommunikation hat sich spürbar verändert. Besonders geschätzt haben wir Frau Kikischs freundliche und humorvolle Art. Denn manchmal hilft ein Lachen, selbst in schwierigen Momenten.
Mutter & Sohn
Familienmediation / Praxisübergabe
Die Familienmediation mit 4 Teilnehmenden unter der Leitung von Frau Kikisch war für uns der perfekte Weg der Entscheidungsfindung. Wir haben uns gut aufgehoben gefühlt und Frau Kikisch als sehr empathische und ruhige Art und Weise kennengelernt. Ich habe es als sehr hilfreich empfunden, dass Frau Kikisch als Mediatorin Gesprächsräume geschaffen hat ohne zu sehr einzugreifen. Vielen Dank für die sehr hilfreiche Erfahrung.
N.N.
Ärztin
Bandmediation
Unsere Band hatte ein zweitägiges Coaching bei Caroline. Dabei haben wir einige Themen besprochen, die uns das gemeinsame Musikmachen schon lange schwer machten. Caroline hat uns dabei sensibel, aber nicht zu schonend begleitet und wir fühlten uns gut verstanden. Danke Dir!
Chris
Mitglied einer Hamburger Band
Familienmediation
Meine Mutter und ich, beide in unseren besten Jahren – sie 70, ich fast 50 – haben nach einer langen Funkstille beschlossen, uns auf die Mediation mit Caroline Kikisch einzulassen. Die Sitzungen waren äußerst hilfreich und klärend. Ehrlich gesagt hätte ich nie gedacht, dass wir doch noch einmal so gut miteinander ins Gespräch kommen und tatsächlich einige der alten Verletzungen besprechen und heilen könnten.
Frau Kikisch hat uns viel Raum gegeben und durch ihre ruhige und zugewandte Art auch die schwersten Gespräche leichter gemacht. Ihre Fähigkeit, auf unsere Bedürfnisse einzugehen und eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, hat diesen Prozess wirklich erleichtert. Wir sind ihr unglaublich dankbar für ihre Unterstützung und die Möglichkeit, unsere Beziehung neu zu gestalten.
Familie
Paarmediation
Mein Partner und ich haben uns – nachdem wir mehrere kleine Streitigkeiten hatten – eine vorsorgliche Beratung gegönnt, um unsere Beziehung zu verbessern. Ehrlich gesagt, waren wir skeptisch, aber jetzt fühlen wir uns wirklich erleichtert und voller Hoffnung.
Früher haben wir uns oft in denselben Mustern gestritten und schienen nie voranzukommen. In der Paarberatung haben wir endlich den Knoten gelöst. Jeder von uns hat seine Ängste und Sorgen ausgesprochen, und wir konnten unsere alten Streitmuster durchbrechen. Wir sind zuversichtlich, dass wir das Gelernte auch in Zukunft erfolgreich umsetzen können. Wir haben erkannt, dass eine Beziehung ein ständiger Prozess ist und dass es okay ist, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Danke, Caroline, für deine Unterstützung!
T. & R. (Paar)
Sind Konflikte normal?
Mitunter schämen sich Menschen, wenn sie in einen Konflikt verstrickt sind, und ärgern sich nicht nur über die anderen Konfliktbeteiligten, sondern auch über sich selbst. Die Scham entsteht oft, weil wir uns hilflos fühlen — und das ist verständlich: Konflikte können uns tief verletzen, uns an unseren empfindlichsten Stellen treffen.
Konflikte sind normal. Wo Menschen aufeinandertreffen und zusammen etwas schaffen, machen sie sich mitunter auch untereinander zu schaffen (Schulz von Thun).
Manche Konflikte entstehen aus unterschiedlichen Bedürfnissen (einer will mehr Nähe, der andere mehr Freiraum), andere aus verschiedenen Wertvorstellungen oder Kommunikationsmustern. Was für den einen selbstverständlich ist, kann für den anderen verletzend sein — und umgekehrt.
Konflikt heißt auch: Hier muss sich etwas verändern. Ohne Konflikte gäbe es nur Stillstand und faule Kompromisse. Konflikte zeigen deutlich: So, wie es ist, kann es nicht weitergehen. Sie fordern uns zu Veränderung, Entwicklung und Entscheidungen heraus.
Konflikte haben die Tendenz, eher zu eskalieren als zu deeskalieren. Ein guter Umgang mit ihnen — oder das gekonnte Spielen auf der Konfliktdynamik-Klaviatur – hilft dabei, die Situation aktiv zu gestalten, statt nur zu reagieren.
Denn der Konflikt macht aus Menschen zunächst „Konfliktpersönlichkeiten“ (Eidenschink), also Mitspieler:innen in seinem Interesse — nicht unbedingt in eurem eigenen. Das heißt auch: Wir werden in Konflikten manchmal zu etwas, das wir eigentlich nicht sein wollen, eng, verbohrt, kleinlich, ängstlich, abweisend, kalt, herrisch, jammerig, klammerig … Wir werden anstrengend für uns selbst und für andere.
Konflikte sind nicht angenehm. Menschen leiden unter und mit ihnen, werden vielleicht sogar krank oder brechen den Kontakt ab, wenn sie keine Hoffnung auf Lösung sehen. Daher sind andauernde Konflikte sehr belastend.
Durch meine Arbeit versuche ich, zu einer Normalisierung von Konflikten beizutragen und euch dabei zu unterstützen, auftretende Konflikte in Zukunft (selbst-) bewusster und aktiver zu bearbeiten.
Präventive Mediation
Doch muss ein Konflikt nicht hocheskaliert sein, damit eine Mediation sinnvoll ist:
Als hilfreich und produktiv haben sich Präventive Mediationen (Link zum Blogartikel) herausgestellt, also Klärungsgespräche vor dem Ernstfall. Dabei können Paare, Familien oder Freundeskreise gemeinsame Regeln erarbeiten und Handwerkszeug trainieren, um mit zukünftigen Konflikten besser umzugehen.
Beispiele:
- Paare klären, wie sie mit Streit umgehen wollen, bevor die erste große Krise kommt
- Familien vereinbaren, wie sie zukünftig mit Entscheidungen (Erbschaft, Pflege) umgehen
- Bands oder Vereine legen fest, wie sie bei Meinungsverschiedenheiten vorgehen
Präventive Mediation spart nicht nur Nerven, sondern auch Geld — denn Konflikte kosten Beziehungsqualität, Lebensenergie und manchmal Gesundheit.
Konflikte gehören zum Leben. Sie sind auch da, wenn wir sie nicht mögen. Und je mehr Angst wir vor ihnen haben, desto mächtiger werden sie.
Daher die Frage:
Wie wollen wir mit ihnen umgehen? Aktiv und gestaltend oder angstvoll abwartend?
Und allein?
Manchmal ist es sinnvoll, erst mal für sich allein zu klären, bevor man ins Gespräch mit den anderen geht. Im Einzelcoaching können wir auf vergangene Konfliktsituationen blicken oder aktuelle Belastungen betrachten — und einen passenden Umgang finden.